Ganztägig Ambulante medizinische Rehabilitation (GAR)

Bei der Ganztägig ambulanten medizinischen Rehabilitation handelt es sich um eine Entwöhnungs-behandlung. Die wöchentlichen Therapiegespräche finden in Form von Einzel- und Gruppengespräche durchgeführt. Für die Patient*innen besteht die Möglichkeit, im Rahmen von Familiengesprächen mit Partnern, Eltern, Kindern schwierige und belastende Beziehungen zu klären und zu bearbeiten. Die Regeltherapiedauer beträgt 17 Wochen. Es stehen 6 Therapieplätze zur Verfügung.

Ganztägig ambulante medizinische Rehabilitation setzt ein relativ intaktes Umfeld voraus und gewährleistet Alltagsnähe, d.h. einen direkten Kontakt zum Lebensumfeld der Patient*innen. Im Mittelpunkt steht die Stabilisierung der Patient*innen in der unmittelbaren Konfrontation mit ihrem Alltag speziell im Hinblick auf die berufliche und soziale Integration und die Festigung der Abstinenz. Die eigenständige Weiterbearbeitung relevanter Themen mit den Supportsystemen (Selbsthilfegruppe, Familie, Lebenspartner etc.) ist angestrebt.

Um den Patient*innen die Möglichkeit zu geben, zu einer realistischen Einschätzung seiner Fähigkeiten, Fertigkeiten, aber auch Grenzen zu gelangen und sich im Berufs erproben zu können, sind tagesstrukturierende Maßnahmen Bestandteil der Therapie, d.h. stundenweise Beschäftigung in verschiedenen Arbeitsbereichen in der Einrichtung und berufsorientiertes Praktikum.

Mit der Möglichkeit der vorübergehenden substitutionsgestützten Rehabilitation (< 60 mg Methadon) erschließt sich ein neues Hilfsangebot. Voraussetzung ist die Beikonsumfreiheit von mindestens 4 Wochen vor Beginn der Maßnahme. Es werden Patient*innen erreicht, die bisher an Rehabilitations-leistungen nicht teilnehmen konnten.

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