Adaption – II Phase der medizinischen Rehabilitation

Die Adaption ist die letzte Phase einer stationären medizinischen Rehabilitation für Abhängigkeitskranke mit einem besonderen weitergehenden Behandlungsbedarf.

Die wöchentlichen Therapiegespräche finden in Form von Einzel- und Gruppengespräche durchgeführt. Für die Patient*innen besteht die Möglichkeit, im Rahmen von Familiengesprächen mit Partnern, Eltern, Kindern schwierige und belastende Beziehungen zu klären und zu bearbeiten. Die Regeltherapiedauer beträgt 13-17 Wochen. Es stehen 16 Therapieplätze zur Verfügung.

Im Anschluss an die stationäre Entwöhnungsbehandlung soll vor allem die Abstinenz unter erhöhten Belastungsbedingungen weiter stabilisieren und der sozialen und gesellschaftlichen Integration unterstützen werden. Die Behandlung in der Adaption zielt insbesondere auf die Festigung der Abstinenz und die persönliche Stabilisierung bei auftretenden Krisen im (Berufs-)Alltag ab und dient somit der Erreichung der Rehabilitationsziele.

Die Adaption umfasst insofern die Fortführung der medizinischen, psychotherapeutischen und suchttherapeutischen Behandlung. Im Vordergrund steht neben der medizinischen Betreuung die psychotherapeutische Aufarbeitung von Krisen, Rückfallsituationen und weiteren Problemlagen im Rahmen der Integration in den Erwerbsprozess und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Ziel ist die Erlangung der beruflichen (Re-)Integration zum Beispiel durch externe Arbeits- und Belastungserprobung, Betriebspraktika, berufliche Bildungsmaßnahmen und die Hinführung zu einer eigen-verantwortlichen Lebensführung.

Die Adaptionseinrichtungen erbringen somit den Transfer von therapeutischen Inhalten in die Lebenswirklichkeit. Hier bietet sich die Möglichkeit, im Bereich des beruflichen Kontexts und der sozialen Interaktion auftretende Stärken zu fördern und Schwächen therapeutisch zu bearbeiten und zu kompensieren. In der rehabilitativen Behandlung abhängigkeitskranker Menschen wirkt das thera-peutische Angebot der Adaptionseinrichtung festigend auf den Behandlungserfolg und somit nachhaltig auf die berufliche (Re-)Integration. Zusätzlich wird die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft in der Adaption unter anderem durch Hilfen bei der Wohnungssuche und bei der Alltagsbewältigung gefördert.

Das Leistungsangebot der Adaption muss insbesondere berücksichtigen:

  • Stabilisierung vorhandener sozialer Kontakte beziehungsweise Aufbau neuer Kontakte, die ein suchtmittelfreies Leben unterstützen,
  • Stabilisierung der Motivation,
  • begleitende Hilfen im sozialen Umfeld,
  • Krisenintervention während der Adaption,
  • Erlernen von befriedigenden Freizeitaktivitäten.
  • Vorbereitung auf das Erfordernis weiterer Leistungen zur Teilhabe,
  • bedarfsabhängige Fortsetzung der Diagnostik und Indikationsstellung,
  • Hilfen zur Selbsthilfe,
  • Unterstützung von und Zusammenarbeit mit der Suchtselbsthilfe,
  • Rückfallmanagement,
  • Suchtprävention bezogen auf die Rehabilitanden,
  • Schuldenregulierung und
  • Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen des Hilfesystems für Abhängigkeitskranke und
  • Zusammenarbeit mit Einrichtungen zur Förderung beruflicher Integration und Betrieben in der Region gegebenenfalls unter Einbezug des Reha-Fachberaters.

Von dem Grundgedanken ausgehend, dass die Adaptionsphase regelhaft Bestandteil der medizi-nischen Rehabilitation Suchtmittelabhängiger ist, haben die Rentenversicherungsträger mit den Leistungsanbietern als zusätzliches Leistungsangebot die Ganztägig ambulante Adaption zur Flexibi-lisierung und Differenzierung der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker entwickelt, um hierüber die Effektivität des therapeutischen Angebotes zu erweitern.

Die wöchentlichen Therapiegespräche finden in Form von Einzel- und Gruppengespräche durchgeführt. Für die Patient*innen besteht die Möglichkeit, im Rahmen von Familiengesprächen mit Partnern, Eltern, Kindern schwierige und belastende Beziehungen zu klären und zu bearbeiten. Die Regeltherapiedauer beträgt 17 Wochen.

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