1. Die öffentliche Meinung gegenüber Abhängigkeitskranken, die durch die Suchtmittelabhängigkeit bedingte Straffälligkeit und die daraus resultierenden Vorstrafen bzw. Haftzeiten der Einzelnen erschweren die berufliche (Re-) Integration.
  1. Die schulischen / beruflichen und persönlichen Voraussetzungen, mit denen die Klientel in die Behandlung kommen, sind unzulänglich. Ein immer größer werdender Anteil der Patienten verfügt über keinen qualifizierten Schulabschluß und / oder über keine abgeschlossene Berufsausbildung und häufig nur über defizitäre Deutschkenntnisse.

  2. Arbeit / Erwerbsarbeit ist nicht mehr der allein identitätsbildende Faktor in einer sich immanent verändernden Gesellschaft, d.h. soziale Sicherheit ist nicht mehr allein über Erwerbsarbeit zu erzielen, insbesondere für Risikogruppen (= Suchtkranke).

Bei Klienten mit Migrationshintergrund bestehen häufig zusätzliche Schwierigkeiten, die eine berufliche Integration erschweren:

 

  • Probleme mit der deutschen Sprache müssen behoben werden, um Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt zu erreichen.
  • Der Aufenthaltsstatus muss ggf. geklärt werden, um die Voraussetzungen für die Teilnahme an einer beruflichen/berufsorientierenden Maßnahme zu schaffen.

 

 

ZIELE DER BERUFLICHEN WIEDEREINGLIEDERUNG SIND,



  • dem Einzelnen den beruflichen Einstieg zu ermöglichen und ihn auf dem Hintergrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten in Arbeit zu vermitteln.
  • die Verbesserung der beruflichen Qualifikation durch Ausbildung, Umschulung oder Fortbildungsmaßnahmen zu erreichen.

  • auf dem Hintergrund der Fragestellungen „Wo liegen meine Fähigkeiten?“, „Was will ich tun?“, „Was ist realistisch?“ und „Wie kann ich das erreichen?“ zumindest eine persönliche Perspektive zu erarbeiten.